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FAQ: Freistellung von Schwangeren

Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit der Freistellung von Schwangeren.

Sonderfreistellung für Schwangere, deren Schwangerschaft vor dem Ablauf des 30. Juni 2022 eingetreten ist und sich über den 1. Juli 2022 hinaus erstreckt

Ab Beginn der 14. Schwangerschaftswoche besteht für Schwangere ohne vollständigen Impfschutz vermehrt die Gefahr eines schwereren Krankheitsverlaufes bei einer Infektion mit COVID-19.

Daher gibt es einen Freistellungsanspruch für werdende Mütter. Das betrifft Schwangere (ab der 14. Schwangerschaftswoche) mit Arbeiten, bei denen ein physischer Körperkontakt mit anderen Personen erforderlich ist. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind ab diesem Zeitpunkt angehalten durch Änderung der Arbeitsbedingungen oder Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz eine Gefährdung zu vermeiden. Auch die Möglichkeit von Homeoffice muss dabei geprüft werden.

Ist das nicht möglich, hat die schwangere Arbeitnehmerin Anspruch auf Freistellung mit Entgeltfortzahlung.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bekommen die Kosten vom Krankenversicherungsträger ersetzt.

Ja, seit dem 18. März 2022 spielt der vollständige Impfschutz für den Sonderfreistellungsanspruch keine Rolle mehr. Sowohl ungeimpfte, als auch geimpfte Schwangere, die Arbeiten mit erforderlichem Körperkontakt ausüben, haben bei Vorliegen der Voraussetzungen Anspruch auf die Sonderfreistellung.

Es handelt sich um kein absolutes Beschäftigungsverbot, weil ausdrücklich festgelegt wird, dass die Arbeitnehmerin einen Anspruch auf Freistellung hat. Die betroffene Person kann also selbst bestimmen, ob sie freigestellt wird.
Wenn die schwangere Arbeitnehmerin dieses Recht nicht in Anspruch nimmt, darf sie dennoch nicht völlig ungeschützt mit Körperkontakt arbeiten. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen alle erforderlichen Schutzmaßnahmen treffen, die eine Infektionsgefahr ausschließen.

Es ist ein physischer Kontakt mit einer anderen Person erforderlich. Hautkontakt wird aber nicht gefordert. Ein Körperkontakt liegt daher z.B. auch beim Tragen von Handschuhen oder Berühren einer bekleideten Person vor.

Ein Anspruch besteht für Schwangere frühestens ab Beginn der 14. Schwangerschaftswoche und endet spätestens mit dem Beginn eines Beschäftigungsverbotes vor der Geburt. Dies ist entweder das allgemeine Beschäftigungsverbot ab 8 Wochen vor den voraussichtlichen Geburtstermin oder ein vorzeitiges Beschäftigungsverbot.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollten generell darauf achten, dass das Infektionsrisiko im Betrieb so weit wie möglich durch geeignete Schutzmaßnahmen für alle Beschäftigten gesenkt wird.

Bei Schwangeren muss die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber jedenfalls ab der 14. Schwangerschaftswoche zunächst versuchen durch Änderung der Arbeitsbedingungen diese Gefahren auszuschließen. Eine solche Änderung wäre zum Beispiel auch Arbeit in Homeoffice. Wenn dies nicht möglich ist, muss geprüft werden, ob diese Arbeitnehmerin auf einen anderen Arbeitsplatz versetzt werden kann. Voraussetzung dafür ist, dass eine solche Versetzung nach dem Arbeitsvertrag zulässig ist oder die Arbeitnehmerin zustimmt.

Nur wenn solche Änderungen nicht möglich sind, besteht ein Anspruch der Arbeitnehmerin auf eine Sonderfreistellung COVID-19.

Nein, es ist zumindest das bisherige Entgelt fortzuzahlen.

In diesem Fall hat die Arbeitnehmerin Anspruch auf Sonderfreistellung. Macht sie von diesem Anspruch Gebrauch, hat die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber weiterhin das volle Entgelt zu zahlen.

Wenn die schwangere Arbeitnehmerin dieses Recht nicht in Anspruch nimmt, darf sie dennoch nicht völlig ungeschützt mit Körperkontakt arbeiten. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen alle erforderlichen Schutzmaßnahmen treffen, die eine Infektionsgefahr soweit wie möglich ausschließen.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bringen ihre Anträge beim zuständigen Krankenversicherungsträger ein.

Nur in der Land- und Forstwirtschaft ist der Antrag an das Amt der Landesregierung zu richten.

Dabei müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber schriftlich bestätigen, dass eine Änderung der Arbeitsbedingungen oder die Beschäftigung an einem anderen Arbeitsplatz aus objektiven Gründen nicht möglich war.

Neben dem Entgelt, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber fortzahlen, werden ersetzt

  • Steuern und Abgaben
  • Sozialversicherungsbeiträge
  • Arbeitslosenversicherungsbeiträge
  • sonstigen Beiträge

Die Kosten werden bis zur ASVG-Höchstbeitragsgrundlage von 5.670 Euro ersetzt.

Keinen Anspruch haben neben dem Bund auch politische Parteien und sonstige juristische Personen öffentlichen Rechts, ausgenommen jene, die wesentliche Teile ihrer Kosten über Leistungsentgelte finanzieren und am Wirtschaftsleben teilnehmen.

Die Regelung gilt für alle Arbeitnehmerinnen in der Privatwirtschaft einschließlich der Land- und Forstwirtschaft.

Sie gilt weiters für alle Bundesbediensteten. Von den Landes- und Gemeindebediensteten sind hingegen nur bestimmte Lehrkräfte erfasst (siehe nächste Frage).

Wenn ein physischer Körperkontakt erforderlich ist, gilt die Regelung für folgende Lehrerinnen:

  • Bundeslehrerinnen, also Lehrerinnen an allgemeinbildenden höheren und berufsbildenden mittleren und höheren Schule (Gymnasium, HTL, Handelsakademie, höhere land- und forstwirtschaftliche Lehranstalten etc.).
  • Landeslehrerinnen in Pflichtschulen, also Volksschulen, Sonderschulen, Mittelschulen, Polytechnische Lehrgängen und Berufsschulen.
  • Lehrerinnen an land- und forstwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen.
  • Lehrerinnen, die direkt bei einer Privatschule angestellt sind und auch direkt von dieser bezahlt werden.

Vom Freistellungsanspruch sind beispielsweise folgende Berufe umfasst:

  • Friseurinnen
  • Stylistinnen
  • Kosmetikerinnen
  • Piercerinnen und Tätowiererinnen
  • Masseurinnen
  • Physiotherapeutinnen
  • Kindergärtnerinnen
  • Lehrerinnen mit notwendigem Körperkontakt

Wenn kein Körperkontakt erforderlich ist (z.B. Handel, Gastronomie), sind für Schwangere entsprechende Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckung zu treffen und - wenn dies nicht möglich ist - andere Maßnahmen zu setzen.

Seit dem 18. März 2022 hat der Impfstatus keine Auswirkungen mehr auf den Sonderfreistellungsanspruch. Auch schwangere Arbeitnehmerinnen, die Arbeiten mit erforderlichem Körperkontakt ausüben und über einen vollständigen Impfschutz verfügen, haben bei Vorliegen der Voraussetzungen Anspruch auf die Sonderfreistellung.

Es besteht keine Impfverpflichtung einer schwangeren Arbeitnehmerin. Allerdings wird die Impfung für Schwangere vom Nationalen Impfgremium dringend empfohlen. Die schwangere Arbeitnehmerin kann sich nach einer individuellen Nutzen-Risiko-Evaluierung entscheiden, ob sie sich impfen lässt.

Der Sonderfreistellungsanspruch ist zwar grundsätzlich mit 30.6.2022 ausgelaufen.
Aufgrund der Übergangsbestimmung haben aber Arbeitnehmerinnen, die bereits vor Ablauf des 30. Juni 2022 schwanger waren, weiterhin bei Vorliegen der Voraussetzungen den Sonderfreistellungsanspruch, wie er bis zum 30. Juni 2022 bestand. Daher ist auch zwischen den Schwangeren, deren Schwangerschaften vor und ab dem 1. Juli 2022 eingetreten sind, zu unterscheiden. Für den Stichtag (30. Juni 2022) wird auf den Eintritt der Schwangerschaft und nicht auf die 14. Schwangerschaftswoche abgestellt.

Sonderfreistellung für Schwanger, deren Schwangerschaft ab dem 1. Juli 2022 eingetreten ist

Für diese Arbeitnehmerinnen gibt es derzeit keine Sonderfreistellung. Sollte es die epidemiologische Lage erforderlich machen, besteht die Möglichkeit der raschen Wiedereinführung der Sonderfreitstellung.

Letzte Aktualisierung: 5. Juli 2022