FAQ: Arbeitnehmerschutz

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen, Downloads sowie aktuelle Erlässe und Informationen des Arbeitsministeriums zum Thema Arbeitnehmerschutz im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Auch in der Arbeitswelt sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor einer Ansteckung

  • das Tragen einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und eng anliegenden mechanischen Schutzvorrichtung (Mund-Nasen-Schutz)
  • eine gute Händehygiene,
  • korrekte Hustenetikette und
  • keine Berührungen des eigenen Gesichtes mit möglicherweise kontaminierten Händen.
  • Alle Räume regelmäßig mehrmals täglich lüften.
  • Bei Anzeichen von Krankheiten zu Hause bleiben.

Wenn folgende Maßnahmen ergriffen werden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, kann von der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes abgesehen werden:

  • räumliche Trennung der Arbeitsbereiche und Arbeitsplätze (z.B.: Trennwände, Raumteiler, Scheiben)
  • organisatorische Maßnahmen (z.B. Bilden von festen Teams)

Zudem kann je nach Berufsfeld die Verwendung persönlicher Schutzausrüstung wie Atemschutz, Schutzkleidung, Handschuhe etc., erforderlich sein.
Sicherheitsfachkräfte im Betrieb, Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner sowie die Arbeitsinspektorate können bei Fragen von Betrieben und Beschäftigten zur Umsetzung in der Praxis helfen.

 

Wichtige Links

Organisatorische Maßnahmen im Betrieb

https://www.bma.gv.at/Services/News/Handbuch-COVID-19--Sicheres-und-gesundes-Arbeiten.html

https://www.arbeitsinspektion.gv.at/Gesundheit_im_Betrieb/Gesundheit_im_Betrieb_1/Allgemeine_Hinweise.html

Standorte und Kontakte der Arbeitsinspektorate

https://www.arbeitsinspektion.gv.at/standorte

Das Einhalten eines Mindestabstandes ist nach den aktuellen gesundheitsrechtlichen Regelungen nicht mehr zwingend vorgesehen. Abstand zu halten stellt dennoch grundsätzlich eine sinnvolle epidemiologische Maßnahme dar.

1. Mund-Nasen-Schutz („OP-Maske“)

Lehrerinnen und Lehrer, die in unmittelbarem Kontakt mit Schülerinnen und Schülern stehen; Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit unmittelbarem Kundenkontakt; Personen, die im Parteienverkehr in Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichten tätig sind,
dürfen Arbeitsorte nur betreten, wenn sie bei Kontakt mit Schülern, bei Kundenkontakt und bei Parteienverkehr in geschlossenen Räumen zumindest einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sofern das Infektionsrisiko nicht durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen minimiert wird. Diese Maskenpflicht besteht nicht, sofern beiderseitig ein Nachweis vorliegt (die 3-G-Regel eingehalten wird).

 

Nähere Informationen finden Sie hier:

Sozialministerium: Fragen und Antworten zum Mund-Nasen-Schutz

Näheres zur 3-G-Regel erfahren Sie hier: https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus---Haeufig-gestellte-Fragen/FAQ-Testarten-Testnachweise.html.

 

2. Atemschutzmaske FFP 2 oder FFP 3

Diese ist vor allem im Gesundheitsbereich relevant. Bei Verdacht oder einer bestätigten COVID-19-Erkrankung muss die betreuende Person folgende Schutzausrüstung tragen:

  • FFP 2 oder FFP 3 Atemschutzmaske,
  • Handschuhe,
  • Schutzkleidung und Schutzbrille.

Unabhängig von einem Verdacht oder einer bestätigten COVID-19-Erkrankung gilt nach den gesundheitsrechtlichen Vorschriften: Mitarbeiter in Krankenanstalten, Kuranstalten und sonstigen Orten, an denen Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden, müssen grundsätzlich in geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und beim Betreten des Arbeitsortes einen Nachweis (3-G-Regel) erbringen. Ist die Gültigkeitsdauer eines Nachweises überschritten, müssen sie anstelle des Mund-Nasen-Schutzes im Umgang mit Patienten entweder eine Corona SARS-CoV-2 Pandemie Atemschutzmaske (CPA) oder eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil oder eine Maske mit mindestens gleichwertig genormtem Standard tragen.

Die Aufbereitung von Atemschutzmasken war nur in der Ausnahmesituation auf Grund des extremen Mangels an Atemschutzmasken im Gesundheitsbereich zulässig. Nach derzeitiger Information besteht kein Mangel an Atemschutzmasken und daher auch keine Ausnahmesituation.

In erster Linie sollte auf eine gute Handhygiene und die Vermeidung, sich ins Gesicht zu fassen, geachtet werden.

Handschuhe können natürlich einen Schutz bieten. Für den Umgang muss es aber klare Regeln geben. Viele Kontaminationen entstehen beim Ablegen von Schutzhandschuhen, weil dies nicht richtig erfolgt.

Im klinischen Bereich sind Schutzhandschuhe allerdings notwendig. Lange Tragezeiten von Handschuhen führen zu einer hohen Belastung der Haut durch Feuchtigkeit, aber auch die oftmalige Reinigung und Desinfizierung der Hände führt zu einer hohen Belastung der Haut. Hier sind geeignete Hautmittel zur Verfügung zu stellen. Unter Einbeziehung der Präventivfachkräfte (Arbeitsmedizin) ist abzuklären welche Hautmittel (für Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege) geeignet sind und nach welchem Hautschutzplan die Anwendung erfolgen soll.

Kundinnen und Kunden müssen in geschlossenen Räumen jedenfalls einen eng anliegenden Mund-Nasen-Schutz tragen.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen bei Kundenkontakt einen eng anliegenden Mund-Nasen-Schutz tragen. Davon kann abgesehen werden, wenn sie selbst und auch Kundinnen und Kunden über einen Nachweis (3-G-Regel) verfügen.

Schutzmaßnahmen bei der Reinigung von Räumen nach Benützung durch COVID-19 Erkrankte oder Verdachtsfälle 

  • Die entsprechenden Reinigungsmittel und die dazugehörigen Reinigungsutensilien vor dem Eintritt in den Raum vorbereiten, sowie Mundschutz (medizinischer Gesichtsschutz Typ II R) anlegen, Augenschutz und Handschuhe anziehen, bevor der Raum betreten wird.
  • Eine Unterweisung im korrekten An- und Ablegen von Mundschutz und persönlicher Schutzausrüstung muss zuvor erfolgt sein.
  • Eine gute Arbeitshygiene ist oberstes Gebot!
  • Räume durch Öffnen von Fenstern gut durchlüften (Querlüftung).
  • Besteht keine Möglichkeit zur Durchlüftung der Räume, ist in Absprache mit den Auftraggebern und Auftraggeberinnen zu klären, wie für eine Verdünnung der Viruslast in der Raumluft gesorgt werden kann (Klimaanlagen können nur dann zur Verdünnung der Viruslast genutzt werden, wenn sie vollständig im Abluftbetrieb geführt werden).
  • Jene Bereiche, Gegenstände und Oberflächen (u.a. Tastaturen, Bedienungselemente, Türklinken), die von Erkrankten berührt wurden, sind sorgfältig zu reinigen. Optimaler Weise durch eine Wischdesinfektion mit einem Flächendesinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit.
  • Gebrauchte Schutzausrüstung (Mundschutz und Handschuhe) und sonstige Abfälle entsorgen.  
  • Nach dem Verlassen des Raumes Händehygiene durchführen.
  • Arbeitskleidung unmittelbar nach durchgeführter Reinigung des kontaminierten Bereiches wechseln (und in dafür vorgesehenem Wäschesack dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin zur Reinigung übergeben).
  • Danach ist die Nutzung des Raumes wieder möglich.

Dies gilt nicht für die Reinigung von Patientenzimmern in Krankenhäusern, hier kommen Vorschriften der Krankenhaus-Hygiene zur Anwendung.

Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2021