FAQ: Arbeitnehmerschutz

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen, Downloads sowie aktuelle Erlässe und Informationen des Arbeitsministeriums zum Thema Arbeitnehmerschutz im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Auch in der Arbeitswelt sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor einer Ansteckung

  • eine gute Händehygiene,
  • korrekte Hustenetikette und
  • keine Berührungen des eigenen Gesichtes mit möglicherweise kontaminierten Händen.
  • Alle Räume regelmäßig mehrmals täglich lüften.
  • Bei Anzeichen von Krankheiten zu Hause bleiben.
  • Das Tragen der Maske, sofern Kunden- oder Patientenkontakt besteht.

Wenn folgende Maßnahmen ergriffen werden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, kann von der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes abgesehen werden:

  • räumliche Trennung der Arbeitsbereiche und Arbeitsplätze (z.B.: Trennwände, Raumteiler, Scheiben)

Zudem kann je nach Berufsfeld die Verwendung persönlicher Schutzausrüstung wie Atemschutz, Schutzkleidung, Handschuhe etc. erforderlich sein.

Sicherheitsfachkräfte im Betrieb, Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner sowie die Arbeitsinspektorate können bei Fragen von Betrieben und Beschäftigten zur Umsetzung in der Praxis helfen.

Das Einhalten eines Mindestabstandes ist nach den aktuellen gesundheitsrechtlichen Regelungen nicht mehr zwingend vorgesehen. Abstand zu halten stellt dennoch grundsätzlich eine sinnvolle epidemiologische Maßnahme dar.

1. Mund-Nasen-Schutz („OP-Maske“)

Die Verpflichtung in geschlossenen Räumen eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen, besteht nach den gesundheitsrechtlichen Vorschriften grundsätzlich für folgende Berufsgruppen:

Mund-Nasen-Schutz
  • Erbringerinnen und Erbringer mobiler Pflege- und Betreuungsdienstleistungen,
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen sowie stationären Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenanstalten und Kuranstalten und sonstigen Orten, an denen Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden

 

Zusätzlich müssen diese Berufsgruppen über einen 3-G-Nachweis verfügen. Testnachweise müssen alle 7 Tage erneuert werden. Sofern ein Nachweis seine Gültigkeitsdauer überschritten hat, muss im Umgang mit Patientinnen und Patienten statt des Mund-Nasen-Schutzes entweder eine CPA-Maske oder FFP2-Maske getragen werden.

2. Atemschutzmaske FFP2 oder FFP3

Die Pflicht zum Tragen der FFP2-Maske ohne Ausatemventil besteht grundsätzlich für alle Personen, die im unmittelbaren Kundenkontakt, bzw. in Verwaltungsdienststellen im Parteienverkehr tätig sind. Nähere Informationen zu bestehenden Ausnahmen fin-den Sie bei der Frage: „Wie kann ich mich bei Kundenkontakt schützen?“
Die FFP2-Maske ist aber auch im Gesundheitsbereich relevant. Bei Verdacht oder einer bestätigten COVID-19-Erkrankung muss die betreuende Person folgende Schutzausrüstung tragen:

  • FFP2 oder FFP3 Atemschutzmaske,
  • Handschuhe,
  • Schutzkleidung und Schutzbrille.

Unabhängig von einem Verdacht oder einer bestätigten COVID-19-Erkrankung gilt nach den gesundheitsrechtlichen Vorschriften: Mitarbeiter in Krankenanstalten, Kuranstalten und sonstigen Orten, an denen Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden, müssen grundsätzlich in geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und beim Betreten des Arbeitsortes einen Nachweis (3-G-Regel) erbringen. Ist die Gültigkeitsdauer eines Nachweises überschritten, müssen sie anstelle des Mund-Nasen-Schutzes im Umgang mit Patienten entweder eine Corona SARS-CoV-2 Pandemie Atemschutzmaske (CPA) oder eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil oder eine Maske mit mindestens gleichwertig genormtem Standard tragen.

Die Aufbereitung von Atemschutzmasken war nur in der Ausnahmesituation auf Grund des extremen Mangels an Atemschutzmasken im Gesundheitsbereich zulässig.

Nach derzeitiger Information besteht kein Mangel an Atemschutzmasken und daher auch keine Ausnahmesituation.

In erster Linie sollte auf eine gute Handhygiene und die Vermeidung, sich ins Gesicht zu fassen, geachtet werden.

Handschuhe können natürlich einen Schutz bieten. Für den Umgang muss es aber klare Regeln geben. Viele Kontaminationen entstehen beim Ablegen von Schutzhandschuhen, weil dies nicht richtig erfolgt.

Im klinischen Bereich sind Schutzhandschuhe allerdings notwendig. Lange Tragezeiten von Handschuhen führen zu einer hohen Belastung der Haut durch Feuchtigkeit, aber auch die oftmalige Reinigung und Desinfizierung der Hände führt zu einer hohen Belastung der Haut. Hier sind geeignete Hautmittel zur Verfügung zu stellen. Unter Einbeziehung der Präventivfachkräfte (Arbeitsmedizin) ist abzuklären welche Hautmittel (für Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege) geeignet sind und nach welchem Hautschutzplan die Anwendung erfolgen soll.

In Geschäften des täglichen Bedarfs (Apotheken, Lebensmittelgeschäfte, Banken, Postfilialen) sowie Verwaltungsdienststellen müssen Kundinnen und Kunden sowie Arbeit-nehmerinnen und Arbeitnehmer grundsätzlich eine FFP2-Maske tragen.

In sonstigen Kundenbereichen müssen alle Personen, die nicht nachweislich geimpft oder genesen sind, eine FFP2-Maske tragen.

Achtung

Strengere Regelungen auf Landesebene sind möglich (z.B. grundsätzliche Maskenpflicht im gesamten Handel/Landesrecht Wien). Für körpernahe Dienstleister gilt die 3-G-Regel für alle Personen.

Schutzmaßnahmen bei der Reinigung von Räumen nach Benützung durch COVID-19 Erkrankte oder Verdachtsfälle 

  • Die entsprechenden Reinigungsmittel und die dazugehörigen Reinigungsutensilien vor dem Eintritt in den Raum vorbereiten, sowie Mundschutz (medizinischer Gesichtsschutz Typ II R) anlegen, Augenschutz und Handschuhe anziehen, bevor der Raum betreten wird.
  • Eine Unterweisung im korrekten An- und Ablegen von Mundschutz und persönlicher Schutzausrüstung muss zuvor erfolgt sein.
  • Eine gute Arbeitshygiene ist oberstes Gebot!
  • Räume durch Öffnen von Fenstern gut durchlüften (Querlüftung).
  • Besteht keine Möglichkeit zur Durchlüftung der Räume, ist in Absprache mit den Auftraggebern und Auftraggeberinnen zu klären, wie für eine Verdünnung der Viruslast in der Raumluft gesorgt werden kann (Klimaanlagen können nur dann zur Verdünnung der Viruslast genutzt werden, wenn sie vollständig im Abluftbetrieb geführt werden).
  • Jene Bereiche, Gegenstände und Oberflächen (u.a. Tastaturen, Bedienungselemente, Türklinken), die von Erkrankten berührt wurden, sind sorgfältig zu reinigen. Optimaler Weise durch eine Wischdesinfektion mit einem Flächendesinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit.
  • Gebrauchte Schutzausrüstung (Mundschutz und Handschuhe) und sonstige Abfälle entsorgen.  
  • Nach dem Verlassen des Raumes Händehygiene durchführen.
  • Arbeitskleidung unmittelbar nach durchgeführter Reinigung des kontaminierten Bereiches wechseln (und in dafür vorgesehenem Wäschesack dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin zur Reinigung übergeben).
  • Danach ist die Nutzung des Raumes wieder möglich.

Dies gilt nicht für die Reinigung von Patientenzimmern in Krankenhäusern, hier kommen Vorschriften der Krankenhaus-Hygiene zur Anwendung.

Downloads

Die oben angeführten Fragen und Antworten sind auch als Download verfügbar:
FAQ: COVID-19: Arbeitnehmerschutz (PDF, 167 KB)

Handbücher
Handbuch COVID-19: Sicheres und gesundes Arbeiten (PDF, 250 KB)

Letzte Aktualisierung: 13. Oktober 2021