FAQ: Arbeitnehmerschutz

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen, Downloads sowie aktuelle Erlässe und Informationen des Arbeitsministeriums zum Thema Arbeitnehmerschutz im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Wo dies möglich ist, sollte die berufliche Tätigkeit außerhalb der Arbeitsstätte, bzw. im Homeoffice erfolgen.

Auch in der Arbeitswelt sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor einer Ansteckung

  • die Einhaltung eines Mindestabstandes von zwei Meter,
  • das Tragen einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und eng anliegenden mechanischen Schutzvorrichtung (Mund-Nasen-Schutz), bzw. einer Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil, wo dies nach gesundheitsrechtlichen Vorschriften erforderlich ist,
  • eine gute Händehygiene,
  • korrekte Hustenetikette und
  • keine Berührungen des eigenen Gesichtes mit möglicherweise kontaminierten Händen.
  • Alle Räume regelmäßig mehrmals täglich lüften.
  • Bei Anzeichen von Krankheiten zu Hause bleiben.

Wenn am Ort der beruflichen Tätigkeit folgende Maßnahmen ergriffen werden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, kann von der Pflicht zur Einhaltung des 2-Meter-Abstandes und zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes abgesehen werden:

  • räumliche Trennung der Arbeitsbereiche und Arbeitsplätze (z.B.: Trennwände, Raumteiler, Scheiben)
  • Wenn Maßnahmen zur räumlichen Trennung die Arbeit unmöglich machen sollten, können organisatorische Maßnahmen getroffen werden (Bilden von festen Teams)

Zudem kann je nach Berufsfeld die Verwendung persönlicher Schutzausrüstung wie Atemschutz, Schutzkleidung, Handschuhe etc., erforderlich sein.
Sicherheitsfachkräfte im Betrieb, Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner sowie die Arbeitsinspektorate können bei Fragen von Betrieben und Beschäftigten zur Umsetzung in der Praxis helfen.

 

Wichtige Links

Organisatorische Maßnahmen im Betrieb

https://www.bmafj.gv.at/Services/News/Handbuch-COVID-19--Sicheres-und-gesundes-Arbeiten.html

https://www.arbeitsinspektion.gv.at/Gesundheit_im_Betrieb/Gesundheit_im_Betrieb_1/Allgemeine_Hinweise.html

Standorte und Kontakte der Arbeitsinspektorate

https://www.arbeitsinspektion.gv.at/standorte

Bei der Wahl des Mund-Nasen-Nasenschutzes ist darauf zu achten, dass er richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen muss, um das Vorbeiströmen von Luft an den Seiten zu minimieren. Dieser Voraussetzung entsprechen handelsübliche Mund-Nasen-Schutz-Masken und Atemschutzmasken der Schutzklassen FFP1, FFP2 und FFP3, jedoch nicht Gesichts- oder Kinnschilde, weil sie nicht eng anliegend sind.

Ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) wird am Arbeitsplatz für allgemeine Schutzzwecke verwendet. FFP2 und FFP3-Masken kommen insbesondere im Gesundheitsbereich zum Einsatz.
Eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil ist nach den Vorschriften des Gesundheitsministeriums in bestimmten Bereichen zu verwenden. Näheres dazu finden Sie unter der Frage: „Welche Schutzvorrichtungen für das Gesicht sollten bei der Arbeit verwendet werden?“

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Nähere Informationen finden Sie hier:
Sozialministerium: Fragen und Antworten zum Mund-Nasen-Schutz

Es gilt die Grundregel: Ein 2-Meter-Abstand ist generell einzuhalten – beim Arbeiten, beim Einkaufen oder auch beim Spazierengehen. In geschlossenen Räumen ist zusätzlich ein eng anliegender Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Am Arbeitsplatz kann grundsätzlich davon abgesehen werden, wenn durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert wird, z.B. durch technische Schutzmaßnahmen, wie Plexiglasscheiben, Raumteiler, etc. Wenn technische Schutzmaßnahmen die Arbeitsverrichtung verunmöglichen würden, können stattdessen organisatorische Maßnahmen, wie das Bilden fester Teams, getroffen werden.

1. Mund-Nasen-Schutz („OP-Maske“)

Zusätzlich zur grundlegenden Schutzmaßnahme „2-m-Abstand“ hat jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer einen eng anliegenden Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen. In bestimmten Bereichen muss eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil verwendet werden, Näheres dazu unten (2. Atemschutzmaske FFP 2 und FFP 3).

Ein eng anliegender Mund-Nasen-Schutz reduziert das Verbreiten von Viren. Durch das Tragen der Maske ist das Gegenüber geschützt. Damit können Leben gerettet werden.

Nähere Informationen finden Sie hier:
Sozialministerium: Fragen und Antworten zum Mund-Nasen-Schutz

 

2. Atemschutzmaske FFP 2 oder FFP 3

Im Gesundheitsbereich muss die betreuende Person bei Verdacht oder einer bestätigten COVID-19-Erkrankung folgende Schutzausrüstung tragen:

  • FFP 2 oder FFP 3 Atemschutzmaske,
  • Handschuhe,
  • Schutzkleidung und Schutzbrille.

Unabhängig von einem Verdacht oder einer bestätigten COVID-19-Erkrankung müssen nach den Vorschriften des Gesundheitsministeriums Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Alten-, Pflege und Behindertenheimen sowie bettenführenden Kranken- und Kuranstalten eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil oder eine äquivalente bzw. einem höheren Standard entsprechende Maske tragen. Zusätzlich müssen sich diese Personen regelmäßig (alle 3 Tage in Alten- und Pflegeheimen, alle 7 Tage in Behindertenheimen sowie Kranken- und Kuranstalten) einem Antigen-Test oder einem molekularbiologischen Test auf SARS-CoV-2 unterziehen. Ein Nachweis über diesen Test ist bei der Arbeit bereitzuhalten.

Nach den Vorschriften des Gesundheitsministeriums müssen außerdem bestimmte Personengruppen, um den Arbeitsort betreten zu dürfen, spätestens alle sieben Tage einen Antigen-Test auf SARS-CoV-2 oder einen molekularbiologischen Test auf SARS-CoV-2 durchführen, dessen Ergebnis negativ sein muss. Darüber ist gegenüber dem Arbeitgeber ein Nachweis vorzuweisen und für die Dauer von sieben Tagen bereitzuhalten. Wenn sie über keinen derartigen Nachweis verfügen, müssen sie bei der Arbeit eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil oder eine Maske mit mindestens gleichwertig genormtem Standard tragen. Sofern diese Personengruppen über einen entsprechenden Nachweis verfügen, müssen sie dennoch bei der Arbeit zumindest einen eng anliegenden Mund-Nasenschutz tragen. Dies betrifft folgende Personen:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer elementarer Bildungseinrichtungen, die im Rahmen der Betreuung und Förderung in unmittelbarem Kontakt mit Kindern stehen (wenn sie über einen Testnachweis verfügen, entfällt für diese Personen auch die MNS-Pflicht bei der Arbeit),
  • Lehrerinnen und Lehrer, die in unmittelbarem Kontakt mit Schülerinnen und Schülern stehen,
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bereichen der Lagerlogistik, in denen der Mindestabstand von zwei Metern regelmäßig nicht eingehalten werden kann,
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit unmittelbarem Kundenkontakt,
  • Personen, die im Parteienverkehr in Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichten tätig sind

Weitere Bereiche in denen nach den Vorschriften des Gesundheitsministeriums das Tragen einer FFP2-Maske ohne Ausatemventil (oder einer gleichwertigen bzw. höherwertigen Maske) verpflichtend ist:

  • Taxis und taxiähnliche Betriebe sowie immer in (beruflich wie privat genutzten) Fahrzeugen, wenn mehrere Personen befördert werden
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ausnahmsweise geöffneten Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben müssen die Testverpflichtung für Personen mit unmittelbarem Kundenkontakt einhalten (vgl. dazu oben)
  • Öffentliche Verkehrsmittel

3. Gesichtsschutz („transparentes Schild vor dem Gesicht“)

Das Tragen eines Gesichtsschildes bietet nicht denselben Schutz, wie das Tragen eines eng anliegenden Mund-Nasen-Schutzes. Eine Ausnahme für Gesichtsvisiere gilt für Menschen, die ein ärztliches Attest vorweisen können, das bestätigt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen keinen MNS, bzw. FFP2-Masken tragen können (z.B. Asthmatikerinnen und Asthmatiker). Weiters sind Gesichtsvisiere als Teil der Schutzausrüstung zusammen mit MNS (z.B. bei medizinischem Personal) weiterhin erlaubt.

Atemschutzmasken mit der Kennzeichnung „NR“ („non-reusable“) sind an sich nur für die einmalige Verwendung vorgesehen.

Für Krankenhäuser ist eine Wiederaufbereitung von Atemschutzmasken bei Einsatz eines geeigneten Sterilisationsverfahrens und organisatorischer Maßnahmen ausnahmsweise für die Zeit der durch die COVID-19-Krise bedingten Lieferengpässe zulässig.

Nähere Informationen finden Sie hier:

Arbeitsinspektion: Erlass Wiederaufbereitung Atemschutzmasken (PDF, 837 KB)

In erster Linie sollte auf eine gute Handhygiene und die Vermeidung, sich ins Gesicht zu fassen, geachtet werden.

Handschuhe können natürlich einen Schutz bieten. Für den Umgang muss es aber klare Regeln geben. Viele Kontaminationen entstehen beim Ablegen von Schutzhandschuhen, weil dies nicht richtig erfolgt.

Im klinischen Bereich sind Schutzhandschuhe allerdings notwendig. Lange Tragezeiten von Handschuhen führen zu einer hohen Belastung der Haut durch Feuchtigkeit, aber auch die oftmalige Reinigung und Desinfizierung der Hände führt zu einer hohen Belastung der Haut. Hier sind geeignete Hautmittel zur Verfügung zu stellen. Unter Einbeziehung der Präventivfachkräfte (Arbeitsmedizin) ist abzuklären welche Hautmittel (für Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege) geeignet sind und nach welchem Hautschutzplan die Anwendung erfolgen soll.

Grundsätzlich ist auf die Einhaltung des 2-Meter-Abstandes zu achten. Kundinnen und Kunden müssen nach den gesundheitsrechtlichen Vorschriften zusätzlich jedenfalls eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil, oder eine äquivalente bzw. einem höheren Standard entsprechende Maske tragen.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen bei Kundenkontakt nach den gesundheitsrechtlichen Vorschriften spätestens alle sieben Tage einen Antigen-Test auf SARS-CoV-2 oder einen negativen molekularbiologischen Test auf SARS-CoV-2 durchführen. Darüber ist gegenüber dem Arbeitgeber ein Nachweis vorzuweisen und für die Dauer von sieben Tagen bereitzuhalten. Wenn kein solcher Nachweis vorliegt, müssen sie eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil, oder eine Maske mit mindestens gleichwertig genormtem Standard tragen. Wenn ein Nachweis vorliegt müssen sie eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen (Mund-Nasen-Schutz).

In Kundenbereichen ist außerdem sicherzustellen, dass sich maximal so viele Kunden gleichzeitig im Kundenbereich aufhalten, dass pro Kunde 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen; ist der Kundenbereich kleiner als 20 Quadratmeter, so darf jeweils nur ein Kunde den Kundenbereich der Betriebsstätte betreten. Bei Betriebsstätten ohne Personal ist auf geeignete Weise auf diese Voraussetzung hinzuweisen.

In Betrieben, die körpernahe Dienstleistungen erbringen (z.B. Friseur) müssen im Kundenbereich zumindest 10 Quadratmeter pro Kunde zur Verfügung stehen. Zusätzlich dürfen Kunden diese Kundenbereiche nur betreten, wenn sie einen maximal 48 Stunden zurückliegenden Nachweis über einen Antigen-Test auf SARS-CoV-2 oder einen negativen molekularbiologischen Test auf SARS-CoV-2 vorlegen können.

Auf der Website der Arbeitsinspektion finden Sie Lösungsbeispiele aus der Praxis:
https://www.arbeitsinspektion.gv.at/Gesundheit_im_Betrieb/Gesundheit_im_Betrieb_1/Loesungen_aus_der_Praxis.html

Seitens der Sozialpartner wurde ein Leitfaden für den Umgang mit Baustellen aufgrund von COVID-19 vereinbart. Die Schutzmaßnahmen der Verordnung des Gesundheitsministeriums (aktuell: 4. COVID-19-SchuMaV) haben Vorrang gegenüber den Schutzmaßnahmen in der Handlungsanleitung. Darauf wird im Punkt 1 der Handlungsanleitung auch hingewiesen.

Somit muss zwischen den Personen ein Abstand von 2 Meter eingehalten und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung getragen werden, sofern ein physischer Kontakt zu anderen Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, nicht ausgeschlossen werden kann. Dies stellt eine strengere Regelung, als jene, die im Punkt 4 der Handlungsanleitung der Sozialpartner vorgesehen wäre, dar.

Ersatzweise können nach der Verordnung des Gesundheitsministeriums zwar technische Maßnahmen, wie Trennwände oder Plexiglaswänden, getroffen werden, allerdings ist eine derartige technische Maßnahme praktisch nur in Baustellenbüros, Besprechungs- oder Aufenthaltsräumen und ähnlichen Baustellenräumlichkeiten, tatsächlich anwendbar. Im Regelfall werden daher, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beim Arbeiten in geschlossenen Räumen auf Baustellen eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung, zu tragen haben.

Beim Unterschreiten des Abstandes von 2m zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil oder eine Maske mit mindestens gleichwertig genormtem Standard vorzugsweise vor einer nur den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und eng anliegenden mechanischen Schutzvorrichtung zu verwenden.

Für die anderen Themenbereiche kann die Handlungsanleitung weiter, als Hilfestellung für die Umsetzung von COVID-19 Schutzmaßnahmen auf Baustellen, herangezogen werden.

Dies Handlungsanleitung umfasst einen 8-Punkte-Maßnahmenkatalog:

 

  1. Grundsätzliches: Alle Maßnahmen, die im öffentlichen Raum einzuhalten sind, gelten auch für Baustellen, wie 2-Meter-Abstand, Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, Händewaschen, nicht ins Gesicht greifen, etc.
  2. Zusätzlich sind arbeitshygienische Maßnahmen vorgeschrieben: Desinfektionsmittel müssen zur Verfügung stehen, Einrichtungen auf der Baustelle wie Aufenthaltscontainer, Sanitäranlagen oder Waschgelegenheiten müssen regelmäßig gereinigt werden.
  3. Zusätzlich sind organisatorische Maßnahmen vorgeschrieben: zeitliche Staffelung der Beschäftigten, Staffelung beim Umkleiden, zeitliche Staffelung der Pausen, zusätzliche Pausenräume, Trennen von Arbeitsräumen der verschiedenen Gewerke, etc.
  4. Schutzausrüstung: Sofern der 2-Meter-Abstand eingehalten werden kann, muss zumindest eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung getragen werden. Für Arbeiten, bei denen die Einhaltung des 2-Meter-Abstandes nicht möglich ist, sind je nach Erfordernis Schutzmasken unterschiedlicher Klassen, Vollvisierhelme, etc. zu verwenden. Wenn die Ausrüstung nicht zur Verfügung gestellt werden kann, sind die Arbeiten einzustellen. Zusätzlich müssen die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Arbeiten mit Kundenkontakt wöchentlich einen Antigen-Test oder einen molekularbiologischen Test auf SARS-CoV-2 durchführen. Wenn kein entsprechendes Testergebnis nachgewiesen werden kann, muss bei Kundenkontakt immer zumindest eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil getragen werden (z.B. Wohnungsumbau mit anwesenden Bewohnern).
  5. Risikogruppen, also Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die unter Vorerkrankungen leiden, dürfen in diesen Bereichen nicht eingesetzt werden.
  6. Firmenbusse und Personentransporte: Nach den Vorschriften des Gesundheitsministeriums dürfen nunmehr in jeder Sitzreihe einschließlich der Lenkerin oder dem Lenker nur zwei Personen befördert werden. Zusätzlich ist eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil oder eine äquivalente bzw. einem höheren Standard entsprechende Maske zu tragen. Bei Personentransporten auf der Baustelle, die nicht in Fahrzeugen stattfinden, wie beimTransport in Arbeitsmitteln zum Heben von Personen, sind die Bestimmungen des Punktes 4 „Schutzmaßnahmen beim Arbeiten“ betreffend Arbeiten in geschlossenen Räumen sinngemäß einzuhalten.
  7. Schlafräume: Ab sofort dürfen Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter nur noch in Einzelzimmern untergebracht werden.
  8. Baustellenkoordination: Ab einer gewissen Größe muss es schon jetzt verpflichtend eine Baustellenkoordinatorin oder einen Baustellenkoordinator geben. Dieser ist ab jetzt auch für die Überwachung dieser Maßnahmen zuständig, muss auf den Einsatz der Schutzausrüstung achten, darauf, dass die Abstände eingehalten werden, etc.

 

Maßnahmen zum Gesundheitsschutz auf Baustellen aufgrund von COVID-19 (PDF, 105 KB)

Weitere Informationen zur Mindestausstattung von sanitären Einrichtungen auf Baustellen finden Sie auf der Homepage der Arbeitsinspektion.

Schutzmaßnahmen bei der Reinigung von Räumen nach Benützung durch COVID-19 Erkrankte oder Verdachtsfälle 

  • Die entsprechenden Reinigungsmittel und die dazugehörigen Reinigungsutensilien vor dem Eintritt in den Raum vorbereiten, sowie Mundschutz (medizinischer Gesichtsschutz Typ II R) anlegen, Augenschutz und Handschuhe anziehen, bevor der Raum betreten wird.
  • Eine Unterweisung im korrekten An- und Ablegen von Mundschutz und persönlicher Schutzausrüstung muss zuvor erfolgt sein.
  • Eine gute Arbeitshygiene ist oberstes Gebot!
  • Räume durch Öffnen von Fenstern gut durchlüften (Querlüftung).
  • Besteht keine Möglichkeit zur Durchlüftung der Räume, ist in Absprache mit den Auftraggebern und Auftraggeberinnen zu klären, wie für eine Verdünnung der Viruslast in der Raumluft gesorgt werden kann (Klimaanlagen können nur dann zur Verdünnung der Viruslast genutzt werden, wenn sie vollständig im Abluftbetrieb geführt werden).
  • Jene Bereiche, Gegenstände und Oberflächen (u.a. Tastaturen, Bedienungselemente, Türklinken), die von Erkrankten berührt wurden, sind sorgfältig zu reinigen. Optimaler Weise durch eine Wischdesinfektion mit einem Flächendesinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit.
  • Gebrauchte Schutzausrüstung (Mundschutz und Handschuhe) und sonstige Abfälle entsorgen.  
  • Nach dem Verlassen des Raumes Händehygiene durchführen.
  • Arbeitskleidung unmittelbar nach durchgeführter Reinigung des kontaminierten Bereiches wechseln (und in dafür vorgesehenem Wäschesack dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin zur Reinigung übergeben).
  • Danach ist die Nutzung des Raumes wieder möglich.

Dies gilt nicht für die Reinigung von Patientenzimmern in Krankenhäusern, hier kommen Vorschriften der Krankenhaus-Hygiene zur Anwendung.