FAQ: EinreiseVO und Urlaub

Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Einreiseverordnung und Urlaub.

Ja, ein Urlaub im Ausland ist grundsätzlich möglich. Ob und unter welchen Bedingungen eine Einreise in das Urlaubsland möglich ist, bestimmt sich nach dessen Regelungen.

Ob die Einreise nach Österreich bei der Rückkehr aus dem Urlaub ohne Einschränkungen oder mit Einschränkungen verbunden ist, hängt davon ab, ob der Urlaub nach der so genannten „Einreise-Verordnung“ des Gesundheitsministers in einem (aus epidemiologischer Sicht)

  • sicheren Land oder einem 
  • Land mit erhöhtem Risiko

verbracht wurde.

Nur bei der Einreise aus einem sicheren Land bestehen keine Einschränkungen, wenn ich die letzten 10 Tage ausschließlich in sicheren Ländern verbracht habe.

Nach der Einreise-Verordnung des Gesundheitsministers erfolgt die Einstufung der Länder in sichere Länder und in Länder mit erhöhtem Infektions-Risiko (Risiko-Gebiet) auf Basis der 14-Tage-Inzidenz der positiven Corona-Fälle.

Alle aus epidemiologischer Sicht sicheren Länder (jene Länder mit einer 14-Tages-Inzidenz von unter 100 pro 100.00 Einwohner) werden in der Anlage A der Einreise-VO angeführt. Das sind derzeit: Australien, Finnland, Irland, Island, Japan, Neuseeland, Norwegen, Südkorea, Uruguay und der Vatikan.  

Hat man sich die letzten 10 Tage ausschließlich in den in der Anlage A angeführten Staaten aufgehalten, kann man uneingeschränkt nach Österreich einreisen.

Als Risiko-Gebiet gelten alle nicht in der Anlage A angeführten Länder, hier ist die Einreise mit Einschränkungen verbunden.

Personen, die aus einem nicht in der Anlage A angeführten Land (Risiko-Land) einreisen oder sich in den letzten 10 Tagen nicht ausschließlich in den in der Anlage A angeführten Ländern aufgehalten haben (z.B. war ein Aufenthalt in Irland mit einem Aufenthalt in Nordirland oder ein Aufenthalt in Norwegen mit einem Besuch in Schweden verbunden), haben nach der Einreise eine 10-tägige Heimquarantäne anzutreten. Nach 5 Tagen (d.h. ab dem 5. Tag nach der Einreise, wobei der Tag der Einreise „Tag null“ darstellt) kann ein PCR-Test oder ein Antigen-Test auf COVID-19 gemacht werden. Ist dieser Test negativ, kann die Heimquarantäne vorzeitig beendet werden.

Für die Abnahme der Probe darf der Wohnsitz oder die Unterkunft trotz der Quarantäne verlassen werden. Hierbei ist auf eine größtmögliche Minimierung des Infektionsrisikos zu achten. Eine Testung ist in diversen Laboren und bei Voranmeldung in spezialisierten Apotheken (www.apotheker.or.at) möglich. Die Kosten für den Test sind selbst zu tragen.

Nein. Die Heimquarantäne ist zwingend anzutreten, ein „Freibeweisen“ ist frühestens nach 5 Tagen möglich.

Eine Ausreise aus Österreich ist jederzeit möglich. Hierbei sind die Einreisebestimmungen der jeweiligen Zielstaaten zu beachten.

Leben die Verwandten in einem in der Anlage A angeführten Land, ist die Wiedereinreise nach Österreich uneingeschränkt möglich.

Leben die Verwandten nicht in einem in der Anlage A angeführten Risiko-Land, ist auch in diesen Fällen nach Wiedereinreise grundsätzlich eine 10-tägige Heim-Quarantäne anzutreten. Diese kann nach frühestens 5 Tagen durch einen negativen PCR-Test oder Antigen-Test auf COVID-19 beendet werden (d.h. ab dem 5. Tag nach der Einreise, wobei der Tag der Einreise „Tag 0“ darstellt).

Ausnahme: Falls ich meine Familie ohnehin regelmäßig treffe (mindestens einmal pro Monat), kann ich ohne Einschränkungen wiedereinreisen.

Die Ausnahmebestimmungen für Grenzgänger, die regelmäßig über die Grenze zur Arbeit pendeln, bleiben aufrecht:

  • Personen, die in Österreich wohnen, jedoch im Ausland arbeiten, fallen unter die Ausnahme des Pendlerverkehres. So ist die uneingeschränkte Einreise möglich, wenn der Arbeitsweg regelmäßig (mindestens monatlich) angetreten wird. Bei einer behördlichen Überprüfung muss das Arbeitsverhältnis glaubhaft bescheinigt werden.
  • Gleiches gilt für Personen, die im Ausland leben, jedoch regelmäßig (mindestens monatlich) zur Arbeit nach Österreich fahren. Auch diese fallen unter die Ausnahme des Pendlerverkehrs.

Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, die z.B. in einer Grenzregion leben und unterstützungsbedürftige Angehörige in einem Nachbarland regelmäßig betreuen, unterliegen keinen Einschränkungen bei der Einreise. Sie müssen bei einer behördlichen Kontrolle das Betreuungsbedürfnis glaubhaft machen.

Nein. Für die Dauer der Heimquarantäne gibt es jedenfalls weder einen Erstattungsanspruch nach dem Epidemiegesetz noch einen Entgeltfortzahlungsanspruch gegenüber der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber.

Der Grund dafür liegt darin, dass der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin bereits bei Antritt der Auslandsreise wissen musste, dass er bzw. sie mit diesen Einreisebeschränkungen konfrontiert sein wird.