Sprungbrett und Joboffensive: Bundesminister Kocher besucht gemeinsam mit EU-Kommissar Schmit Pilotprojekte in Oberösterreich

EU-Gelder unterstützen bei der erfolgreichen Umsetzung von arbeitsmarktpolitischen Programmen

Arbeitsminister Martin Kocher war heute gemeinsam mit dem EU-Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte, Nicolas Schmit, zu Gast in Oberösterreich bei Landeshauptmann Thomas Stelzer. Nach einer gemeinsamen Pressekonferenz besuchten Kocher und Schmit zwei Pilotprojekte, die im Rahmen der Joboffensive und des Programms Sprungbrett vor Ort entstanden sind.

„Durch die Mittel, die die Europäische Kommission aus dem Aufbau- und Resilienzfonds bereitgestellt hat, ist es uns gelungen, eine erfolgreiche Zwischenbilanz bei Qualifizierungen im Rahmen der Joboffensive zu erzielen. Mit dem Programm Sprungbrett und der Joboffensive konnten vor Ort mehrere Pilotprogramme entstehen, die bei der Qualifizierung Arbeitssuchender und der Wiedereingliederung Langzeitarbeitsloser unterstützen“, so Bundesminister Martin Kocher.

Corona-Joboffensive

Mit der Joboffensive wurde ein in diesem Umfang noch nie da gewesenes Aus- und Weiterbildungsprogramm ins Leben gerufen. Insgesamt stehen für die Joboffensive in den Jahren 2021 und 2022 700 Millionen Euro zur Verfügung, 80 Millionen davon fließen in Aus- und Weiterbildungsprogramme in Oberösterreich. Zum Teil wird die Joboffensive aus Mitteln aus Aufbau- und Resilienzfonds (ARF) gefördert. Dieser stellt für die Jahre 2021 bis 2024 insgesamt rund 277 Mio. Euro für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Verfügung, davon soll ca. ein Drittel direkt für die Corona-Joboffensive investiert werden.

Ein Projekt, das in Oberösterreich im Rahmen der Joboffensive erweitert wurde, ist die Coders‘ Bay, die Arbeitsminister Martin Kocher heute gemeinsam mit Kommissar Schmit besucht hat. Die Coders‘ Bay bietet interessierten Kundinnen und Kunden des Arbeitsmarktservice Oberösterreich eine Orientierung und Vorqualifizierung im IT-Bereich. Seit Anlaufen des Programms konnten sich hier bereits 360 Personen qualifizieren und erfolgreich ihre Ausbildung abschließen.

Programm Sprungbrett

Eine weitere Maßnahme der Bundesregierung, die in Oberösterreich durch eigene Projekte vor Ort umgesetzt wird, ist das Programm Sprungbrett. Sprungbrett kombiniert Beratung und Betreuung von Langzeitarbeitslosen mit Arbeitstrainings im Betrieb sowie Lohnkostenförderungen. Das Programm soll auch individuelle Lösungen für Betriebe ermöglichen. Der Besuch einer guten Lösung in Kooperation mit Spar war heute auch Teil des Programms von Kocher und Schmit. Die Caritas betreibt in Oberösterreich zwei Supermärkte in Zusammenarbeit mit den Handelskonzern Spar. Hier können Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor ihrer Tätigkeit als Transitarbeitskräfte eine 8-wöchige Vorbereitungsmaßnahme absolvieren. Über Sprungbrett sollen anschließend die Hälfte der Teilnehmer den Weg in eine reguläre Beschäftigung finden.

„Die Joboffensive und das Programm Sprungbrett zeigen, dass wir EU-Mittel für arbeitsmarktpolitische Projekte zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und der Langzeitarbeitslosigkeit effektiv einsetzen können“, so Kocher abschließend.