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Weiterhin positive Dynamik am Arbeitsmarkt: Mehr Jugendbeschäftigung und weniger Langzeitarbeitslose Optimistische Prognosen gibt es auch für die wirtschaftliche Entwicklung

„Die Arbeitslosenzahlen entwickeln sich auch diese Woche wieder positiv. Das liegt daran, dass der österreichische Arbeitsmarkt im Laufe der letzten beiden Jahre robuster geworden ist und besser mit krisenbedingten Herausforderungen umgehen kann. Außerdem sorgt das nahende Ende der Zwischensaison in Beherbergung und Gastronomie für immer mehr Arbeitsaufnahmen in diesen Branchen, was sich auch in den Arbeitslosenzahlen widerspiegelt“, so Martin Kocher bei seiner ersten Pressekonferenz als Arbeits- und Wirtschaftsminister.

Arbeitslosigkeit sinkt im Wochen- und Jahresvergleich

Zur Situation auf dem Arbeitsmarkt im Detail: Derzeit sind 314.780 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet, 241.507 davon sind arbeitslos und 73.273 nehmen an Schulungsmaßnahmen des AMS teil. Somit sind aktuell 4.216 weniger Menschen arbeitslos oder in Schulung, als noch vor einer Woche. Mitte Mai 2021 – als die Gastronomie Corona-bedingt noch geschlossen war und Veranstaltungen beschränkt waren – waren um 100.974 Personen mehr arbeitslos als derzeit. „Es ist zu hoffen und würde auch der üblichen saisonalen Entwicklung entsprechen, dass sich dieser Trend in den kommenden Wochen fortsetzt. Die außenpolitische Lage ist jedoch volatil. Eine Verschärfung im Hinblick auf Sanktionen und weitere wirtschaftliche Einschränkungen könnten auch Auswirkungen auf den österreichischen Arbeitsmarkt haben“, so Kocher.

Zwei Bereiche seien besonders positiv hervorzuheben. „Wir haben es uns im April 2021 zum Ziel gesetzt, die Langzeitarbeitslosigkeit mit dem Programm Sprungbrett bis Ende 2022 von 148.000 um 50.000 Personen zu senken. Dieses Ziel haben wir mit knapp 95.000 langzeitarbeitslosen Menschen bereits Ende April erreicht. Damit haben wir das Vorkrisenniveau unterschritten“, freut sich der Arbeitsminister. Ebenfalls sehr positiv entwickelt hat sich die Jugendbeschäftigung. Während die Jugendarbeitslosenquote im Jänner und Februar 2022 noch 9,1 % bzw. 8,7 % betrug, liegt sie in der aktuellsten Eurostat-Erhebung für Ende März 2022 bei 6,9 %. Damit verzeichnet Österreich im europäischen Vergleich die zweitniedrigste Jugendarbeitslosenquote in der EU.

Kurzarbeit pendelt sich ein

Zur Kurzarbeit sind aktuell 53.023 Personen vorangemeldet. Es ist erkennbar, dass sich die Voranmeldungen trotz leichtem Anstieg, nach den spürbaren Schwankungen im April nun einpendeln. Aktuell ist die Zahl der Voranmeldungen zur Kurzarbeit stark von der Warenherstellung geprägt – rund die Hälfte der aktuellen Kurzarbeits-Teilnahmen finden derzeit in dieser Branche statt. „Wir rechnen damit, dass die Voranmeldungen in den Branchen Beherbergung und Gastronomie demnächst weiter zurückgehen, da sich die Betriebe auf die Sommersaison vorbereiten und verstärkt bereits vorhandenes Personal einsetzen sowie neues Personal rekrutieren werden“, erklärt Kocher.

Optimistische Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung

Im Rahmen der Umbildung der Bundesregierung war vergangene Woche beschlossen worden, die Agenden Arbeit, Wirtschaft und Tourismus in einem Ressort zu bündeln, dem Bundesminister Martin Kocher künftig vorstehen wird. Deshalb wird ab sofort neben den Arbeitsmarktzahlen auch regelmäßig der BIP-Indikator präsentiert. Dieser zeigt das wöchentliche Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorjahr an. Er wird von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erhoben und veröffentlicht. Die Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ist mit 3,9 % nach wie vor sehr optimistisch. Auch die gestern veröffentlichte Prognose der Europäischen Kommission weist ein BIP-Wachstums Österreichs von 3,9 % auf. Österreich dürfte damit 2022 erneut deutlich über dem EU-Schnitt liegen. In der ersten Maiwoche war das BIP laut OECD um 8,1 % höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2021.

Der Aufschwung wird sich auch im nächsten Jahr fortsetzen: Das BIP-Wachstum für 2023 wird auf 1,9 % geschätzt. „Auch in volatilen Zeiten steht der Standort gut da. Der private Konsum und die Wiederbelebung in den Bereichen Dienstleistung und Tourismus sind Wachstumstreiber, wenngleich es Herausforderungen aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs sowie von Lieferengpässen gibt. Klar ist: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hierzulande sind gut, das zeigen auch die jüngsten Ansiedlungen und internationalen Investitionen“, so Kocher abschließend.