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Erfolgsprojekt Jugendcoaching – 55.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer allein im vergangenen Jahr Ausbildungsabbrüche vermeiden: Jugendliche finden nach einem Jugendcoaching dreimal so oft in eine Ausbildung zurück wie ohne diese Unterstützung.

 „Junge Menschen sind eine besonders wichtige Zielgruppe der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Es ist wichtig, Potentiale zu fördern und alles daran zu setzen, Jugendliche aus allen Bildungsschichten abzuholen und zu erreichen. Eine wichtige Maßnahme unserer Förderprogramme für junge Menschen ist das Jugendcoaching“, sagt Arbeitsminister Martin Kocher bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sozialminister Wolfgang Mückstein und Staatssekretärin Claudia Plakolm.

Das Jugendcoaching ist ein gemeinsam finanziertes Erfolgsprojekt des Arbeitsministeriums und des Sozialministeriums, das in Kooperation mit dem SMS umgesetzt wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bis zu ihrem 18. Lebensjahr auf ihrem Ausbildungsweg durch Beratungen begleitet, motiviert und gefördert. Hauptziel ist es, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und möglichst alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei zu unterstützen, ihre Ausbildung im Rahmen der Ausbildungspflicht positiv abzuschließen. Im vergangenen Jahr haben rund 55.000 Jugendliche am Jugendcoaching teilgenommen.

Studie zeigt Wirksamkeit

Eine Evaluierung des Jugendcoachings für den Zeitraum von 2014 – 2018 zeigt eine hohe Wirksamkeit des Programms: Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Jugendcoaching jene Jugendliche, die die Schule oder Lehre abbrechen, wirkungsvoll dabei unterstützt, erneut eine Ausbildung zu beginnen und diese auch abzuschließen. Nach einem Jahr liegt der Anteil der Jugendlichen, die innerhalb eines Jahres wieder in Ausbildung zurückfinden bei 47,7 Prozent, während er bei Nicht-Teilnehmenden bei 16,7 Prozent liegt. Durch das Jugendcoaching finden also dreimal mehr Jugendliche wieder in eine Ausbildung zurück. Die Studie attestiert außerdem eine besonders starke Wirkung des Jugendcoachings bei Zielgruppen mit besonderen Schwierigkeiten. So ist auch unter Jugendlichen mit Sonderschulabschluss die Zahl derer, denen innerhalb eines Jahres die Aufnahme einer weiteren Ausbildung gelingt, mehr als zwanzigmal so groß wie unter jenen, die nicht teilnehmen. Auch Jugendliche mit Migrationshintergrund profitieren überproportional.

„Das Jugendcoaching ist ein wirkungsvolles Instrument, das auf jeden Fall fortgeführt werden muss. Besonders beeindruckend ist, dass Jugendliche nach einem Jugendcoaching dreimal so oft in eine Ausbildung zurückfinden. Unser Ziel ist es nun, Schnittstellen noch zu verbessern und die Administration zu reduzieren. Vor allem ist es wichtig, eine noch stärkere Verknüpfung mit dem AMS zu forcieren. Denn letztlich ist es das Ziel, über die Ausbildung eine Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen“, so Kocher.

Die Jahresbilanz der Arbeitsmarktentwicklung 2021 hat gezeigt, dass bei der Reduktion der Jugendarbeitslosigkeit merkliche Erfolge erzielt werden konnten. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt nach nationaler Definition unter dem Niveau von 2019. Derzeit liegt die Jugendarbeitslosenquote liegt bei 6,9 Prozent (Stand Ende Dezember 2021); vor der Krise im Jahr 2019 lag sie bei 7,6 Prozent. Auch im europäischen Vergleich zeigt sich, dass die Jugendbeschäftigungsmaßnahmen Wirkung zeigen. Österreich ist das Land mit der fünft niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit in der EU, hinter den Niederlanden, Deutschland, Tschechien und Malta.