Der Neustartbonus wird bis Jahresende verlängert

Erleichterung für Wiedereinstieg und Branchenwechsel / Unterstützung vor allem für Beschäftigte und Betriebe in der Gastronomie und im Tourismus

Die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück: Derzeit sind 289.901 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet, das sind um 5.000 weniger als in der Vorwoche. 72.200 Personen befinden sich in Schulungen. Im Vergleich zum Vorjahr sind aktuell um 136.000 Personen weniger arbeitslos.

„Durch die Öffnungen hat sich die Situation am Arbeitsmarkt deutlich verbessert, die Zahl der offenen Stellen ist auf über 100.000 angestiegen. Vor allem in Gastronomie und Tourismus werden derzeit dringend Arbeitskräfte gesucht“, sagt Arbeitsminister Martin Kocher. Gleichzeitig gäbe es nach wie vor viele Personen, die durch die Pandemie arbeitslos geworden sind und nicht mehr in ihren alten Job zurückkehren können. „Wir haben daher die Verlängerung des Neustartbonus bis Ende des Jahres im AMS-Verwaltungsrat beschlossen“, freut sich Kocher.

Der Neustartbonus wurde mit Beginn der Pandemie ins Leben gerufen und ist vor allem in Phasen des schrittweisen Hochfahrens ein wichtiges Instrument für den Wiedereinstieg: Arbeitsaufnahmen werden gefördert, auch wenn vorübergehend nur eine Teilzeitstelle zur Verfügung steht. Zugleich wird der Umstieg in Branchen mit besonderem Arbeitskräftebedarf attraktiver.
„Mit dem Neustartbonus setzen wir einen gezielten Anreiz, eine Arbeit aufzunehmen“, so Kocher. Personen, die noch nicht Vollzeit eingestellt werden können, aber dennoch bereit sind, wieder in Beschäftigung einzusteigen, bekommen je nach Arbeitsumfang eine stufenweise Aufstockung ihres Gehalts:

  • Ab 20 Wochenstunden: Aufstockung auf 145% des Arbeitslosengelds/der Notstandshilfe
  • Ab 25 Wochenstunden: 155% des Arbeitslosengelds/der Notstandshilfe
  • Ab 30 Wochenstunden: 160% des Arbeitslosengelds/der Notstandshilfe

Die maximale Förderdauer beträgt 28 Wochen, in Sonderfällen ist auch eine Ausweitung möglich. „Mit dem Neustartbonus stellen wir ein Instrument bereit, dass sowohl den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt als auch einen Branchenwechsel erleichtert. Die Verlängerung ist wichtig, um in den Sommermonaten vor allem Beschäftigte und Betriebe in der Gastronomie und im Tourismus zu unterstützen. So wollen wir Potentiale am Arbeitsmarkt bestmöglich nutzen und den Weg aus der Krise beschleunigen", so Kocher abschließend.

[Red.]

Letzte Aktualisierung: 22. Juni 2021