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Arbeitsminister Martin Kocher: Rückgang der Arbeitslosigkeit bremst sich ein Gleichzeitig Rekordzahl an offenen Stellen

Zurzeit sind 323.702 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet – 251.396 davon befinden sich auf Jobsuche, 72.306 nehmen an Schulungsmaßnahmen des AMS teil. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Arbeitssuchenden inklusive Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmern somit um 757 Personen gesunken. „Auch diese Woche ist die Arbeitslosigkeit mit aktuell 323.702 Personen, die beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet sind, rückläufig. Nach dem starken Rückgang um mehr als 10.000 Personen in der letzten Woche, gehen die Arbeitslosenzahlen diese Woche aber nur noch leicht zurück. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit bremst sich aufgrund des Krieges in der Ukraine ein; außerdem spielen saisonale Effekte rund um die Osterferien, die ja im Vergleichsjahr zu einem anderen Zeitpunkt lagen, eine gewisse Rolle“, so Arbeitsminister Martin Kocher zum Status Quo bei der Arbeitslosigkeit.

Zahlen des AMS von Ende März 2022 zeigen allerdings, dass die Dynamik am Arbeitsmarkt weiterhin außerordentlich hoch ist: Mit 123.897 liegt die Zahl der offenen Stellen in Österreich auf dem höchsten bisher aufgezeichneten Wert. „Sehr viele offenen Stellen gibt es aktuell in den Bereichen Handel, Warenherstellung und Tourismus. Aber auch in der Baubranche, im Gesundheits- und Sozialwesen, sowie in anderen zukunftsweisenden Berufsfeldern wird der vorherrschende Fachkräftebedarf deutlich. Der vorrangige Grund für die hohe Zahl an offenen Stellen ist die aktuell weiterhin noch gute konjunkturelle Lage. Mit unseren Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, wie beispielsweise der Corona-Joboffensive, verfolgen wir das Ziel offene Stellen zu besetzen und damit die Arbeitslosigkeit weiter zu senken. Dass das gelingt, zeigen die aktuellen Arbeitslosenzahlen. Trotzdem werden wir angesichts des Rekordniveaus an offenen Stellen unsere Bemühungen intensivieren, um dem hohen Arbeitskräftebedarf bestmöglich zu begegnen“, so Arbeitsminister Kocher.

Der Vorjahresvergleich bei den Arbeitslosenzahlen zeigt, dass sich der Arbeitsmarkt gut von der Pandemie erholen konnte und derzeit deutlich weniger Menschen arbeitslos sind, als vor der Corona-Krise. Anfang April 2021, als der Osten Österreichs in einem harten Lockdown war, gab es um 119.198 mehr arbeitslose Menschen als heute. Auch im Vergleichszeitraum des Jahres 2020, während des ersten bundesweiten Lockdowns, lag die Arbeitslosigkeit viel höher und zwar um 264.488 Personen. Und selbst vor der Corona-Krise, Anfang April 2019, war die Arbeitslosigkeit um 34.351 Personen größer als derzeit (2019: 358.053 ALSC; 2020: 588.190 ALSC; 2021: 442.900 ALSC).

Die Voranmeldungen zur Kurzarbeit belaufen sich diese Woche auf 42.677 Personen. „Dass diese Zahl nun signifikant niedriger ist, als noch vor einigen Wochen, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Kurzarbeitsanträge, die nur bis Ende März gelaufen sind, nicht mehr verlängert wurden. Die Zahl kann jedoch in den nächsten Wochen aufgrund von weiteren Kurzarbeitsprojekten im Produktionssektor etwas steigen“, so Arbeitsminister Kocher abschließend.