Kocher: Arbeitslosigkeit im Jänner 2021 relativ konstant - Zahl der Schulungsteilnehmer um rund 6.000 gestiegen

Die Monatsbilanz der Arbeitslosenzahlen im Jänner zeigt, dass die krisenbedingte Arbeitslosigkeit aktuell bei rund 115.000 Arbeitslosen liegt und damit im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen ist. Hier zeigt der durch den Lockdown bedingte fehlende Saisonstart im Tourismus weiterhin deutliche Auswirkungen. Im Tourismus liegt die Arbeitslosigkeit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Deutlich erhöht ist auch die Arbeitslosigkeit im Handel, die ungefähr ein Drittel über dem Vorjahresniveau liegt. Rund 45.000 arbeitslose Personen haben im Jänner wieder eine Beschäftigung aufgenommen.

Die Zahl der Menschen, die beim AMS arbeitslos gemeldet sind, beträgt 468.330 Personen, in Schulung befinden sich derzeit 67.140 Personen. Insgesamt sind derzeit insgesamt 535.470 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet oder befinden sich in Schulung. Das ist ein Anstieg um 14.551 Personen im Vergleich zum Vormonat, der zum Teil noch auf saisonale Effekte zurückzuführen ist.

Vor allem bei den Personen in Schulung ist ein Anstieg um rund 6.000 Personen im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen. Das zeigt, dass das AMS auch während des Lockdowns seine Schulungstätigkeit weiter ausbaut.

Im Branchenvergleich sind derzeit vor allem die Branchen Tourismus (72.668) mit + 38.482 Arbeitssuchenden, der Handel (61.871) mit + 14.535 Arbeitssuchenden und der Bausektor (66.148) mit einem Zuwachs von 8.095 Personen im Monatsvergleich betroffen.

Auch der Bundesländervergleich spiegelt die Schließung im Tourismus wieder. Die Bundesländer Tirol (+132,2%), Salzburg (+79,7%) und Vorarlberg (+57,5%) sind besonders vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote liegt nach nationaler Definition derzeit bei 11,4 Prozent. Das ist im Jahresvergleich ein Anstieg um 2,8 Prozentpunkte.

Die internationale Arbeitslosenquote nach Eurostat liegt im Dezember 2020 bei 5,8%. Die Jugendarbeitslosenquote nach Eurostat liegt bei 11,0%. Österreich zählt weiterhin zu den Ländern mit der niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit innerhalb der Europäischen Union.

Ende Jänner befinden sich rund 470.000 Personen in Kurzarbeit. Insgesamt wurden bisher rund 5,9 Milliarden Euro für die Corona-Kurzarbeit ausgezahlt. Für Phase 3 sind derzeit 4,5 Milliarden Euro bewilligt. Phase 3 der Corona-Kurzarbeit läuft bis Ende März. Es besteht nach wie vor die Möglichkeit der Reduktion der Arbeitszeit auf 0 Prozent für direkt vom Lockdown betroffene Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem wurde der Budgetrahmen 2021 für die Kurzarbeit aufgrund der konstant hohen Nachfrage von 5 Milliarden Euro auf 7 Milliarden Euro aufgestockt.

"Die Jännerbilanz zeigt, dass wir uns, bedingt durch die Pandemie, nach wie vor in einer sehr schwierigen Situation am Arbeitsmarkt befinden. Vor allem der aufgrund der epidemiologischen Lage notwendige Lockdown macht sich bemerkbar. Trotz aller Herausforderungen ist positiv, dass die Arbeitslosigkeit über den gesamten Jänner auf relativ konstantem Niveau geblieben ist und ein Anstieg der Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu verzeichnen ist. Das zeigt, dass die Corona-Joboffensive mit ihrem Qualifizierungsangebot bereits Wirkung entfaltet", so Arbeitsminister Martin Kocher.