Gesundes Arbeiten: Ausbau von Beratungsangeboten des Arbeitsministeriums garantiert flächendeckende Erreichbarkeit Jahresbericht 2020 zeigt hohe Nachfrage nach Beratung zu Arbeit und Gesundheit während der Pandemie

Die Beratungsoffensive „fit2work“ ist eine Initiative der österreichischen Bundesregierung unter Federführung des Arbeitsministeriums und unterstützt dabei, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lange gesund im Erwerbsleben zu halten. Damit fördert „fit2work“ den Erhalt der Arbeitsfähigkeit bis zum Regelpensionsalter und begleitet Betroffene auf dem Weg (zurück) in ein gesundes Arbeitsleben. Beraterinnen und Berater informieren über Förderungen und Unterstützungsangebote und stellen bei Bedarf die notwendigen Kontakte her.

„Aufgabe einer nachhaltigen Arbeitsmarktpolitik ist es auch, ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten und Arbeitslosigkeit oder gesundheitsbedingte Frühpensionierungen zu verhindern. fit2work trägt maßgeblich zum Erreichen dieser Ziele bei“, so Arbeitsminister Martin Kocher. Insgesamt haben bereits über 140.000 Personen und mehr als 3.400 Betriebe in Österreich das kostenlose Beratungsangebot in Anspruch genommen.

Um auch während der Pandemie und der damit verbundenen Lockdowns bestmöglich beraten zu können, wurde im Vorjahr eine kostenlose Hotline unter der Nummer 0800 500 118 eingerichtet. Rund 80 Prozent der Kundinnen und Kunden haben im Jahr 2020 virtuelle oder telefonische Angebote genützt. Neben den 50 fit2work-Standorten in ganz Österreich gibt es seit dem Vorjahr auch drei barrierefreie fit2work-Beratungsbusse. Damit sind nun auch Termine in abgelegenen Regionen leichter möglich.

Im Jahr 2020 haben über 16.800 Personen eine Basisinformation erhalten, mehr als 13.700 Personen haben eine Erstberatung in Anspruch genommen und rund 400 Unternehmen haben mit einer fit2work-Betriebsberatung begonnen. Knapp 5.100 Personen wurden im Rahmen eines Case Managements von den Beraterinnen und Beratern individuell begleitet und konnten Maßnahmen zum Umgang mit ihren körperlichen und/oder seelischen Belastungen im Job erarbeiten.

Frauen nehmen das das Angebot von fit2work öfter in Anspruch als Männer: Sowohl bei den Erstberatungen als auch den Case Managements lag das Verhältnis im Jahr 2020 bei etwa 60 Prozent Frauen zu 40 Prozent Männer. Die am häufigsten vertretene Altersgruppe war die der 50- bis 59-Jährigen, gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen.

Knapp 52 Prozent der Kundinnen und Kunden waren bei der Erstberatung arbeitslos, 47 Prozent waren unselbstständig beschäftigt. Unter den Erwerbstätigen kamen die meisten Ratsuchenden aus Dienstleistungsberufen gefolgt von Verkäuferinnen und Verkäufern. Bei den Case Managements betrug der Anteil an arbeitslos gemeldeten Personen 67 Prozent.