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Österreichs Arbeitsmarkt im Jahr 2021

Der Arbeitsmarkt hat sich 2021 trotz pandemiebedingter behördlicher Einschränkungen und großer Coronawellen insgesamt positiv entwickelt. Ein Rückblick.

Österreichs Arbeitsmarkt hat sich im zweiten Halbjahr 2021 von den massiven Herausforderungen durch die Corona-Pandemie 2020 und im ersten Halbjahr 2021 erholt. Der österreichische Arbeitsmarkt weist eigenständige strukturelle und konjunkturelle Entwicklungen auf. Wenn man die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Österreich in den letzten 15 Jahren näher betrachtet, so fällt auf, dass die zwei tiefen wirtschaftlichen Krisen vergleichsweise rasch und gut am Arbeitsmarkt verdaut werden konnten. Nach der Finanzkrise gegen Ende des ersten Jahrzehnts in diesem Jahrhundert erholte sich der Arbeitsmarkt enorm schnell, und auch die Erholung nach dem am Arbeitsmarkt bisher schlimmsten Jahr der Pandemie 2020 war überraschend schnell.

Grafik: Entwicklung der österreichischen Arbeitslosenquote zwischen 2007 und 2021
                    Abbildung 1: Entwicklung der österreichischen Arbeitslosenquote nach nationaler Definition

Man kann der Abbildung entnehmen, dass die Arbeitslosigkeit nach der Finanzkrise rasch gesunken ist und 2011 den seither tiefsten Wert erreicht hat. Ungleich stärker war der Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Beginn der Corona-Pandemie. Im Jahr 2020 erreichte sie fast 10% nach nationaler Definition. Allerdings sieht man – trotz langem Lockdown im Winter und Frühjahr 2021 – schon 2021 eine starke Entspannung am Arbeitsmarkt. Bereits im Herbst wurden die Arbeitslosenquoten der Vergleichsmonate 2019 unterschritten. Aufgrund des Winters und des Frühjahrs war aber die Arbeitslosigkeit 2021 im Jahresdurchschnitt natürlich noch höher als 2019. Für 2022 sagen aber beide großen Wirtschafts- und Sozialforschungsinstitute Österreichs, das Institut für Höhere Studien (IHS) und das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO), auch im Jahresdurchschnitt eine geringere Arbeitslosenquote als 2019 voraus, und das trotz weiterhin zu erwartender teilweise massiver Einschränkungen durch Corona-Maßnahmen vor allem im Bereich persönlicher Dienstleistungen, Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungen sowie Kunst, Kultur und Sport. Die Entwicklung ist umso bemerkenswerter, als dass das Vergleichsjahr 2019 das Jahr mit der geringsten Arbeitslosigkeit seit 2012 war.

Grafik: Entwicklung der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten offenen Stellen zwischen 2007 und 2021
                    Abbildung 2: Entwicklung der beim AMS gemeldeten offenen Stellen

Die große Dynamik am Arbeitsmarkt ab Frühjahr beziehungsweise Sommer 2021 zeigt sich auch in der Zahl der offenen Stellen, die sehr rasch nach der Öffnung von Gastronomie und Hotellerie in Österreich im Laufe des Mai 2021 Rekordstände erreichte (siehe Abbildung 2).

Neben den durchaus positiven Trends am Arbeitsmarkt, bestehen aber weiterhin Verwerfungen zwischen Branchen und Sektoren und damit gleichzeitig Personalmangel und Unterauslastung von Betrieben. Die Pandemie hat Österreichs strukturelle Herausforderungen am Arbeitsmarkt noch offensichtlicher gemacht. Neben Mismatch-Phänomenen sind hier vor allem die Langzeitarbeitslosigkeit und die demografische Entwicklung zu nennen. Reformen am Arbeitsmarkt müssen daher vor allem bei der Qualifizierung und optimalen Vermittlung von Arbeitssuchenden ansetzen und das bestehende Arbeitskräftepotential besser nutzen.

Daher sind im kommenden Jahr einige konkrete Reformprojekte geplant, das wohl wichtigste ist die Reform der Arbeitslosenversicherung. Das Ziel ist es, Menschen aus der Arbeitslosigkeit rascher in gute Beschäftigung zu bringen und dabei ihr Einkommen besser abzusichern. Im Laufe des ersten Halbjahres 2022 soll ein Gesamtentwurf vorgelegt werden, der ausbalanciert, evidenzbasiert und zukunftsweisend (also unabhängig von den Herausforderungen der Pandemie) die Arbeitslosenversicherung weiterentwickelt.

Tipp

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