COVID-19 und Urlaub

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Einreiseverordnung und Urlaub sowie das Handbuch "Urlaub und Entgeltfortzahlung".

Ein Urlaub im Ausland ist grundsätzlich möglich.

Ob und unter welchen Bedingungen eine Einreise in das Urlaubsland möglich ist, bestimmt sich nach dessen Regelungen.

Für die Rückreise nach Österreich bei der Rückkehr aus dem Urlaub ist nach der so genannten „Einreiseverordnung“ des Gesundheitsministers jedenfalls

  • der Nachweis über eine Impfung gegen COVID-19 oder
  • ein negatives Testergebnis auf COVID-19 oder
  • ein Nachweis über die Genesung

notwendig (3-G-Nachweis bzw. Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr).

Welche weiteren Maßnahmen zusätzlich erforderlich sind, hängt davon ab, ob in den letzten 10 Tagen der Urlaub nach der Kategorisierung der „Einreiseverordnung“ in einem (aus epidemiologischer Sicht)

  • Staat oder Gebiet mit geringem epidemiologischem Risiko (diese werden in Anlage 1 der Einreiseverordnung aufgelistet), einem
  • Virusvariantenstaat oder -gebiet  (diese werden in Anlage 2 der Einreiseverordnung aufgelistet) oder
  • in einem sonstigen Staat oder Gebiet (das sind jene Staaten, die nicht in Anlage 1 oder 2 der Einreiseverordnung aufgelistet sind)

verbracht wurde.

Staaten mit geringem epidemiologischem Risiko sind derzeit (Stand 15. September 2021) nach Anlage 1 der Einreiseverordnung:

Andorra, Australien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Fürstentum Lichtenstein, Griechenland, Hong Kong, Irland, Island, Italien, Jordanien, Kanada, Katar, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Macau, Malta, Moldau, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Saudi-Arabien, Schweden, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweiz, Südkorea, Taiwan, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vatikan, Vietnam und Zypern.

Achtung

Nachstehende Ausführungen gelten nur, wenn man sich in den letzten 10 Tagen ausschließlich in Österreich oder in einem der oben angeführten Länder aufgehalten hat.

3-G-Nachweis

Für die Rückreise nach Österreich ist ein aktueller 3-G-Nachweis erforderlich = Nachweis, dass man gegen COVID-19 geimpft ist, „negativ“ getestet wurde oder von COVID-19 genesen ist.

Eine Quarantäne ist nicht erforderlich.

Impfung - Impfnachweis:

Für Personen, die mit einem von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassenen Impfstoff geimpft wurden, gelten die folgenden Regelungen:

  • Eine erfolgte Impfung gilt als Impfnachweis ab dem 22. Tag nach dem Stich für maximal 360 Tage ab dem Zeitpunkt der Impfung, wenn in den drei Wochen vor der Impfung ein positiver PCR-Test auf SARS-CoV-2 vorlag oder vor der Impfung ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag.
  • Eine erfolgte Zweitimpfung gilt als Impfnachweis, sofern sie nicht länger als 360 Tage zurückliegt und zwischen dieser und einer vorher erfolgten Impfung mindestens 14 Tage verstrichen sind.
  • Bei Impfung mit Impfstoffen, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist, gilt diese ab dem 22. Tag nach der Impfung für insgesamt 270 Tage ab dem Tag der Impfung als Impfnachweis.
  • Eine weitere Impfung gilt als Impfnachweis, sofern diese nicht länger als 360 Tage zurückliegt und zwischen dieser und einer vorher erfolgten Impfung mindestens 120 Tage verstrichen sind.

Als Impf-Nachweis zählt ein in deutscher oder englischer Sprache ausgestelltes Dokument (z.B. gelber Impfpass) über eine Impfung mit einem Impfstoff, der von der EMA zugelassen wurde.

Testung - Testnachweis:

Bei Rückreise ist ein molekularbiologischer Test (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden) oder Antigentest zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird (nicht älter als 24 Stunden) mit negativem Ergebnis auf SARS-CoV-2 vorzuweisen.

Genesung - Nachweis der Genesung:

Genesene Personen sind nach Ablauf der Infektion für 180 Tage von der Testpflicht befreit. Als Nachweise der Genesung gilt z.B. eine ärztliche oder behördliche Bestätigung (z.B. Absonderungsbescheid) in deutscher oder englischer Sprache über eine überstandene Infektion. Dem Genesungszertifikat ist ein Nachweis über neutralisierende Antikörper gleichgestellt, der bei Einreise maximal 90 Tage alt sein darf.

Kann keiner dieser Nachweise vorgelegt werden (kein 3-G Nachweis möglich), ist eine Registrierung vorzunehmen und jedenfalls binnen 24 Stunden nach der Einreise ein molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 oder Antigen-Test auf SARS-CoV-2 oder Antigentest zur Eigenanwendung, der in einem behördichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird, durchzuführen. Die Kosten für den Test sind selbst zu tragen. Das negative Testergebnis ist bei einer Kontrolle vorzuweisen.

Personen, die auf dem Luftweg aus Zypern einreisen, haben einen negativen PCR-Test auf SARS-CoV-2, einen Impfnachweis oder einen Genesungsnachweis mitzuführen.

Virusvariantenstaaten/-gebiete (in Anlage 2 der Einreiseverordnung gelistet) sind derzeit (Stand 15. September 2021): Brasilien, Chile, Costa Rica und Suriname.

Bei Rückreise aus einem Virusvariantenstaat oder -gebiet muss jede nach Österreich einreisende Person vor der Rückreise nach Österreich eine Registrierung zur Pre-Travel-Clearance (elektronische Registrierung der persönlichen Daten und Reistedaten) ausfüllen. Über das Pre-Travel-Clearance-Formular darf man sich frühestens 72 Stunden vor der geplanten Einreise nach Österreich registrieren.

Die Rückreise aus einem Virusvariantenstaat oder -gebiet ist nur mit einem negativen molekularbiologischen Testergebnis (z.B. PCR, nicht Antigen-Test) möglich. Die Testpflicht gilt auch für geimpfte und genesene Menschen. Dies wird von den Gesundheitsbehörden kontrolliert.

Zusätzlich ist unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Die Quarantäne gilt als beendet, wenn ein molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 frühestens am 5. Tag nach der Einreise durchgeführt wird und das Testergebnis negativ ist. Das negative Testergebnis ist bei einer Kontrolle vorzuweisen

Personen, die aus einem sonstigen Staat oder Gebiet nach Österreich einreisen oder sich innerhalb der letzten zehn Tage in einem solchen aufgehalten haben, haben einen 3-G-Nachweis mitzuführen, eine Registrierung vorzunehmen und zusätzlich unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Die Quarantäne gilt als beendet, wenn frühestens am fünften Tag nach der Einreise ein Test auf SARS-CoV-2 (PCR-Test, Antigentest) durchgeführt wird, dessen Ergebnis negativ ist.

Die Quarantäne und Registrierungspflicht gilt nicht für:

  • Personen, die einen Impf- oder Genesungsnachweis oder ein ärztliches Zeugnis darüber mitführen,
  • Minderjährige zwischen dem vollendeten zwölften und dem vollendeten 18. Lebensjahr, die in Begleitung von geimpften Personen einreisen.

War die Person in den letzten 10 Tagen vor der Rückreise sowohl in einem Virusvariantengebiet oder -staat und auch in einem sonstigen Staat/Gebiet aufhältig, finden bei der Rückreise die Regelungen für die Rückreise aus einem Virusvariantengebiet oder -staat Anwendung.

Bei Rückreise aus einem Virusvariantenstaat oder -gebiet (in Anlage 2 der Einreiseverordnung gelistet) ist ein negativer PCR-Test auf SARS-CoV-2 oder ein ärztliches Zeugnis darüber mitzuführen, eine Registrierung vorzunehmen und unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Von dieser Quarantäne kann man sich ab dem fünften Tag nach der Einreise durch ein negatives Testergebnis freibeweisen.

Bei Rückreise aus einem Staat, der nicht in den Anlagen 1 oder 2 der Einreiseverordnung gelistet ist, gilt Folgendes:

Personen, die aus einem sonstigen Staat oder Gebiet nach Österreich einreisen oder sich innerhalb der letzten zehn Tage in einem solchen aufgehalten haben, haben einen 3-G-Nachweis mitzuführen, eine Registrierung vorzunehmen und zusätzlich unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Die Quarantäne gilt als beendet, wenn frühestens am fünften Tag  nach der Einreise ein Test auf SARS-CoV-2 (PCR-Test, Antigentest) durchgeführt wird, dessen Ergebnis negativ ist. Das gilt nicht für nachweislich geimpfte Personen und Minderjährige zwischen 13 und 18 Jahren, die in Begleitung von nachweislich geimpften oder genesenen Personen reisen.

Die Regelungen der Einreiseverordnung gelten grundsätzlich auch für Minderjährige bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Für mitreisende Minderjährige bis zum vollendeten 18. Lebensjahr gelten jedoch Erleichterungen.

  • Mitreisende Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr sind von der Verpflichtung zur Testung im Zuge der Rückreise ausgenommen. Im Übrigen gelten für sie die gleichen Voraussetzungen und Rechtsfolgen wie für den Erwachsenen, unter dessen Aufsicht die Kinder reisen. Im Falle einer Quarantäne des Kindes gilt diese als beendet, wenn die allfällige Quarantäne des begleitenden Erwachsenen zu Ende ist.
  • Mitreisende Minderjährige zwischen dem vollendeten zwölften und dem vollendeten 18. Lebensjahr, die ohne Impf- oder Genesungsnachweis mit Erwachsenen, die über einen Impf- oder Genesungsnachweis verfügen, in das Urlaubsland einreisen, haben bei Rückreise aus sonstigen (nicht in Anlage 1 oder 2 der Einreiseverordnung gelisteten) Staaten/Gebieten keine Quarantäne anzutreten. Eine Registrierung bei Rückreise ist nicht vorzunehmen.

Für alleinreisende Minderjährige gelten die regulären Einreisebestimmungen wie für Erwachsene.

Nein. Für die Dauer der Heimquarantäne aufgrund der Einreiseverordnung gibt es jedenfalls weder einen Erstattungsanspruch nach dem Epidemiegesetz noch einen Entgeltfortzahlungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber.

Der Grund dafür liegt darin, dass der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin bereits bei Antritt der Auslandsreise wissen musste, dass er bzw. sie mit diesen Einreisebeschränkungen konfrontiert sein wird.

Letzte Aktualisierung: 15. September 2021