COVID-19 und Urlaub

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Einreiseverordnung und Urlaub sowie das Handbuch "Urlaub und Entgeltfortzahlung".

Ein Urlaub im Ausland ist grundsätzlich möglich.

Ob und unter welchen Bedingungen eine Einreise in das Urlaubsland möglich ist, bestimmt sich nach dessen Regelungen.

Welche Maßnahmen für die Rückreise nach Österreich aus dem Urlaub erforderlich sind, ist nach der so genannten „Einreiseverordnung“ des Gesundheitsministers zu beurteilen. Wesentlich dabei ist grundsätzlich, ob der Urlaub in den letzten 10 Tagen nach der Kategorisierung der „Einreiseverordnung“ in einem (aus epidemiologischer Sicht)

  • in Anlage 1 der Einreiseverordnung aufgelisteten Virusvariantenstaat oder -gebiet oder
  • in einem sonstigen Staat oder Gebiet

verbracht wurde. Derzeit sind keine Staaten in Anlage 1 der Einreiseverordnung aufgelistet.

Personen, die aus einem sonstigen Staat oder Gebiet nach Österreich einreisen oder sich innerhalb der letzten zehn Tage in einem solchen aufgehalten haben, haben einen Impf- oder Genesungsnachweis und zusätzlich ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 oder ein ärztliches Zeugnis über die genannten Nachweise mitführen. Kann kein erforderliches negatives Testergebnis vorgelegt werden, ist eine Registrierung zur Pre-Travel-Clearance vorzunehmen und unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Die Quarantäne gilt als beendet, sobald ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 vorliegt. Das Erfordernis eines negativen Testergebnisses und der Registrierung entfällt bei Nachweis einer Boosterimpfung (siehe unten).

Personen, die über keinen Impf- oder Genesungsnachweis verfügen, haben eine Registrierung zur Pre-Travel-Clearance vorzunehmen und unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Diese Quarantäne gilt als beendet, wenn frühestens am fünften Tag nach der Einreise ein Test auf SARS-CoV-2 durchgeführt wird, dessen Ergebnis negativ ist. Über das Pre-Travel-Clearance-Formular darf man sich frühestens 72 Stunden vor der geplanten Einreise nach Österreich registrieren.

Die Quarantänepflicht gilt nicht bei der Einreise zu beruflichen Zwecken im Rahmen eines Besuchs einer internationalen Einrichtung oder im überwiegenden Interesse der Republik Österreich insbesondere in kultureller oder sportlicher Hinsicht. Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind auch Fremde, wenn diese über einen Lichtbildausweis gemäß § 5 des Amtssitzgesetzes verfügen, humanitäre Einsatzkräfte, Begleitperson im Rahmen der Einreise aus medizinischen Gründen, Personen, die zum Zweck der Wahrnehmung einer zwingenden gerichtlich oder behördlich auferlegten Pflicht (z.B. Ladungen zu Gerichtsverhandlungen) und Personen, die aus unvorhersehbaren, unaufschiebbaren, besonders berücksichtigungswürdigen Gründen im familiären Kreis (z.B. aufgrund von schweren Krankheitsfällen, Begräbnissen, Geburten sowie der Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen) in Notfällen einreisen.

Der Nachweis geringen epidemiologischen Risikos kann erbracht werden durch folgende Nachweise:

Impfnachweis:

Für Personen, die mit einem von der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency – EMA) zugelassenen Impfstoff geimpft wurden, gelten die folgenden Regelungen:

  • Eine erfolgte Zweitimpfung gilt als Impfnachweis, sofern sie nicht länger als 270 Tage zurückliegt und zwischen dieser und einer vorher erfolgten Impfung mindestens 14 Tage verstrichen sind.
  • Bei Impfung mit Impfstoffen, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist, gilt diese ab dem 22. Tag nach der Impfung für insgesamt 270 Tage ab dem Tag der Impfung als Impfnachweis.
  • Eine weitere Impfung (Boosterimpfung) gilt als Impfnachweis, sofern diese nicht länger als 270 Tage zurückliegt und zwischen dieser und einer vorher erfolgten Impfung mindestens 120 Tage (handelt es sich um eine Impfung mit einem Impfstoff, bei dem nur eine Impfung vorgesehen ist, mindestens 14 Tage) verstrichen sind. Der weiteren Impfung (Boosterimpfung) ist ein Nachweis der Zweitimpfung oder einer Impfung mit einem Impfstoff, bei dem nur eine Impfung vorgesehen ist, gleichzuhalten, wenn zusätzlich ein Gesnesungsnachweis vorliegt.
  • Eine erfolgte Impfung gilt als Impfnachweis ab dem 22. Tag nach dem Stich für maximal 270 Tage ab dem Zeitpunkt der Impfung, wenn in den drei Wochen vor der Impfung ein positiver PCR-Test auf SARS-CoV-2 vorlag oder vor der Impfung ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag.

Als Impf-Nachweis zählt ein in deutscher oder englischer Sprache ausgestelltes Dokument (z.B. gelber Impfpass) über eine Impfung mit einem Impfstoff, der von der EMA zugelassen wurde.

Testnachweis:

Bei Rückreise ist ein molekularbiologischer Test mit negativem Ergebnis auf SARS-CoV-2 (PCR Test), der nicht älter als 72 Stunden ist, vorzuweisen.
Nur bei Einreise im Rahmen des regelmäßigen Pendlerverkehrs zu beruflichen Zwecken, zu familiären Zwecken oder zum Besuch des Lebenspartners kann ausnahmsweise anstelle des PCR-Tests ein Antigen-Test von einer befugten Stelle mit negativem Ergebnis auf SARS-CoV-2 vorgewiesen werden, dieser darf nicht älter als 24 Stunden sein.

Nachweis der Genesung:

Genesene Personen sind nach Ablauf der Infektion für 180 Tage von der Testpflicht befreit. Als Nachweise der Genesung gilt z.B. eine ärztliche oder behördliche Bestätigung (z.B. Absonderungsbescheid) in deutscher oder englischer Sprache über eine überstandene Infektion.

Ninjapass:

Im Hinblick auf Personen im schulpflichtigen Alter gilt auch der sogenannte Ninjapass als Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr. Sofern alle vorgesehenen Testungen der Woche eingehalten werden, gilt dieser auch am sechsten und siebenten Tag nach der ersten Testung der Woche.

Ja.

Die bei Rückreise aus einem sonstigem Staat oder Gebiet verhängte Quarantäne, die deshalb erfolgte, weil das verlangte negative Testergebnis nicht vorgelegt werden kann, gilt als beendet, sobald ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 vorliegt.

Die bei Rückreise aus einem sonstigem Staat oder Gebiet verhängte Quarantäne, die deshalb erfolgte, weil die betroffene Person, die über keinen Impf- oder Genesungsnachweis verfügt, gilt als beendet, wenn frühestens am fünften Tag nach der Einreise ein Test auf SARS-CoV-2 durchgeführt wird, dessen Ergebnis negativ ist.

Für Minderjährige bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, die unter Aufsicht eines Erwachsenen reisen, gelten Erleichterungen hinsichtlich der Einreise nach Österreich.

Es entfällt bei der Einreise die Verpflichtung zum Mitführen eines Nachweises einer erfolgten Impfung oder Genesung sowie die Verpflichtung zur Vornahme eines Tests auf SARS-CoV-2. Hinsichtlich der Quarantäne- und der Registrierungspflicht gelten die gleichen Bestimmungen wie für den Erwachsenen, unter dessen Aufsicht sie reisen. Gilt die Quarantäne des Erwachsenen als beendet, gilt auch die Quarantäne für sie als beendet.

Im Hinblick auf Personen im schulpflichtigen Alter gilt auch der sogenannte Ninjapass als Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr. Sofern alle vorgesehenen Testungen der Woche eingehalten werden, gilt dieser auch am sechsten und siebenten Tag nach der ersten Testung der Woche.

Für alleinreisende Minderjährige gelten die regulären Einreisebestimmungen wie für Erwachsene.

Nein. Für die Dauer der Heimquarantäne aufgrund der Einreiseverordnung gibt es jedenfalls weder einen Erstattungsanspruch nach dem Epidemiegesetz noch einen Entgeltfortzahlungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber.

Der Grund dafür liegt darin, dass der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin bereits bei Antritt der Auslandsreise wissen musste, dass er bzw. sie mit diesen Einreisebeschränkungen konfrontiert sein wird.

Letzte Aktualisierung: 24. Jänner 2022