Aschbacher: Durch die Krise so gut wie möglich kommen und vorbereiten für neue Arbeitswelten, 03. Dezember 2020

Arbeitsministerin im Austausch mit europäischen Amtskolleginnen und -kollegen zu Chancen und Herausforderungen der Plattformarbeit

Arbeitsministerin Christine Aschbacher nahm heute an der informellen Videokonferenz der EU-Arbeits- und Sozialministerrat teil, um mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen aufgrund anhaltender Corona-Krise über Chancen und Herausforderungen der aktuellen Zeit im Generellen und der Plattformarbeit im Speziellen zu beraten.

„Die gesamte Arbeitswelt befindet sich in einem Transformationsprozess und es ist unsere Aufgabe, uns bestmöglich – insbesondere für die Zeit nach der Pandemie – darauf vorzubereiten. Darum haben wir in Österreich auch Maßnahmen für mehr Arbeitsflexibilität, Homeoffice und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemeinsam mit den Sozialpartnern auf den Weg gebracht“, leitet Aschbacher ein.

Was den Stellenwert Plattformarbeitender betrifft, so leisten diese besonders in der derzeit herausfordernden Situation einen wichtigen Beitrag am Arbeitsmarkt. „Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben verändert. Während sie uns vor viele neue Herausforderungen stellt, hat sie gleichzeitig neue Beschäftigungsfelder und Wege des Arbeitens eröffnet. So ist zum Beispiel die Plattformarbeit in Zeiten wie diesen besonders für kleine und mittlere Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überlebensnotwendig geworden“, betont Aschbacher.

Plattformarbeit eröffnet neue Möglichkeiten des Arbeitens. Beschäftigte und Betriebe profitieren von den niedrigen Eintrittsbarrieren in das Berufsleben und den flexiblen Arbeitsvereinbarungen, die Arbeitsplattformen bieten. Bei allen Chancen, die die Plattformarbeit eröffnet, erinnert die Arbeitsministerin auch an die Herausforderungen und Unsicherheiten, die damit in Verbindung stehen. „Daher ist besonders im Bereich der Plattformarbeit nachhaltiger Schutz der Arbeitnehmerinnen und -nehmer, wie er in Österreich besteht, zentral. Das gilt insbesondere auch dann, wenn es um Tätigkeiten geht, die online vermittelt und offline erledigt werden“, so die Arbeitsministerin.

Aschbacher sieht Vorhaben der Europäischen Kommission, die Plattformarbeit und die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf EU-Ebene zu stärken, mit Interesse entgegen: „Gleichzeitig ist es unserer Aufgabe als zuständige Ministerinnen und Minister zu reflektieren, ob es hier neuer verbindlicher Regelungen bedarf. Der europäische Schwerpunkt muss gerade jetzt auf einer effektiven und effizienten Durchsetzung der bestehenden Regelungen liegen. Neue Aktivitäten auf EU-Ebene müssen jedenfalls die unterschiedlichen Gegebenheiten der nationalen Arbeitsmärkte berücksichtigen. Wir brauchen daher maßgeschneiderte Lösungen, die die Bedürfnisse der einzelnen Mitgliedstaaten mitberücksichtigen“, sagt Aschbacher abschließend zur Politikdebatte.

Weiters wurde am EU-Arbeits- und Sozialministerrat die Trio-Präsidentschaftserklärung von Deutschland, Portugal und Slowenien zur Unterstützung von Familien präsentiert. Familien leisten unter großem Verzicht Enormes und sind die Basis unserer Gesellschaft für den Zusammenhalt in der Krise. Alle Maßnahmen beachten daher die Situation von Familien, von Jugendlichen und Kindern besonders. „Gerade jetzt vor Weihnachten, in diesem Ausnahmejahr, gilt es mehr denn je unsere Familien mit Kindern und Jugendlichen zu unterstützen und ihnen unsere größte Wertschätzung entgegenzubringen“, hebt Aschbacher hierzu hervor. Die Arbeitsministerin unterzeichnete die Erklärung bereits vergangene Woche. Eine Aussendung dazu finden Sie unter www.bmafj.gv.at